Grüne Soße [gʀiː zo:s] – Der heilige Gral der Frankfurter Küche

Ich habe mich lange gewehrt, weil ich kein Fan von warmen Speisen mit kalten Soßen bin aber nach gut einem Jahr in der Grie-Soße-Hauptstadt wird es Zeit: Ich bereite meine erste grüne (grie) Soße (Soß) zu und (!) esse sie auch selbst.

Rezepte gibt es unzählige, dabei scheiden sich die Geister nicht nur bei der Auswahl der sieben Kräuter, sondern auch bei der Frage, ob gehackte Eier in die Soße gehören oder ob man sie mit Joghurt, Quark, Schmand oder anderen Milchprodukten zubereitet.

Ich halte es wie mit den meisten Dingen: jeder nach seiner Facon. Hier das Rezept, das ich benutzt habe:

Zutaten

  • 300 g Kräuter (krause Petersilie, Schnittlauch, Sauerampfer, Borretsch, Kresse, Kerbel, Pimpinelle)
  • 2 hart gekochte Eier
  • 500 g saure Sahne, Schmand oder Creme fraîche
  • Zitrone
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung

  1. Kräuter waschen, putzen, von den harten Stielen befreien und grob hacken
  2. Saure Sahne, Schmand oder Creme fraîche zusammen mit den Kräutern pürieren
  3. 1 Esslöffel Zitronensaft hinzugeben
  4. Die hart gekochten Eier pellen, grob hacken und ebenfalls dazugeben und mit pürieren
  5. Mit Salz und Pfeffer abschmecken
  6. Nach Geschmack mit Salzkartoffeln und hart gekochten Eiern oder mit Schnitzel servieren
  7. Schmecken lassen!
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Frankfurter Persönlichkeiten: Theodor Adorno

Theodor Adorno war einer der bedeutendsten deutschen Denker und Wissenschaftler des 20. Jahrhunderts. Durch sein Wirken in Frankfurt hat er maßgeblich zum Ansehen der Stadt und Universität beigetragen.

Theodor W. Adorno, geboren am 11. September 1903 in Frankfurt und gestorben am 6. August 1969 in der Schweiz, war ein deutscher Philosoph, Soziologe, Musiktheoretiker und Komponist. Er zählt zu den Hauptvertretern einer Denkrichtung, die als Kritische Theorie bekannt wurde und unter dem Namen Frankfurter Schule mit der Metropole am Main verbunden bleibt.

Vor seiner Emigration in die USA während des Nationalsozialismus lehrte er bereits als Privatdozent an der Frankfurter Universität, an die er auch im Jahr 1949 als einer der Direktoren des Instituts für Sozialforschung zurückkehrte. Seine wissenschaftliche Produktivität in den USA machte ihn in den 50er und 60er Jahren zu einem der wichtigsten Vertreter der deutschen Soziologie.

Adorno schloss sich zudem den entschiedenen Kritikern der Großen Koalition aus CDU/CSU und SPD und deren geplante Notstandsgesetze sowie des Vietnamkriegs an. Da er dennoch Distanz zum Aktionismus der Studentenbewegung hielt, entstanden Spannungen zwischen Adorno und den Studenten.

1969 musste Adorno aufgrund wiederholter Störungen seine Vorlesungen einstellen. Als Studenten in das Institut für Sozialforschung eingedrungen waren, um eine sofortige Diskussion über die politische Situation durchzusetzen, riefen die Institutsdirektoren – darunter auch Adorno – die Polizei und zeigten die Besetzer an. Adorno, der immer ein Gegner des Polizei- und Überwachungsstaats gewesen war, litt unter diesem Bruch seines Selbstverständnisses. Er musste als Zeuge vor dem Frankfurter Landgericht gegen Hans-Jürgen Krahl, einen seiner begabtesten Schüler, aussagen.

Am Tag nach der Gerichtsverhandlung gegen Krahl fuhr er mit seiner Frau in den üblichen Sommerurlaub in die Schweizer Berge. Ungenügend akklimatisiert, fuhr er mit der Seilbahn in große Höhen. Mit Herzbeschwerden wurde er in eine Klinik gebracht und erlag dort am 6. August 1969 einem Herzinfarkt.

Das Grab von Theodor W. Adorno befindet sich auf dem Frankfurter Hauptfriedhof.
Das Grab von Theodor W. Adorno befindet sich auf dem Frankfurter Hauptfriedhof.

 

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Anwälte der Hölle: Der Fall Kathrin Hartmann

Die Anwälte der Hölle  treffen sich einmal monatlich im Café Magarete.

Café Magarete

Die Spielregeln: Ein Gast, oft aus dem Kultursektor, begibt sich probeweise vor das Jüngste Gericht. Ana Marija Milkovic und Leo Fischer spielen dabei Ankläger und Verteidiger. Dazu nehmen die beiden das Leben des Gastes auseinander und stöbern nach Gründen, denselben in den Himmel oder in die Hölle zu schicken. Insgesamt wird so etwa 90 Minuten lang über das Schicksal des Gastes diskutiert, der sich natürlich genügend Gelegenheit bekommt, auf seine Verdienste hinzuweisen. Am Ende entscheidet das Publikum, ob der Gast gen Himmel fahren oder in der Hölle schmoren soll. Natürlich nur probeweise.

Am 30. Oktober war Kathrin Hartmann zu Gast. Die Journalisten und Autorin spricht sich vehement gegen die Ökoindustrie und ihre Jünger, die Lohas (Lifestyles of Health and Sustainability). Hartman erzählt anschaulich und pointiert von ihren Besuchen auf Palmölplantagen. Ihre These: Die Ökoindustrie sediert unser Bedürfnis nach Nachhaltigkeit, sodass wir zu zufrieden mit uns selbst sind, um eine echte Veränderung zu bewirken. Echte ökologische Veränderungen ließen sich nicht mit Konsum, sondern nur mit einer politisch-gesellschaftlichen Bewegung bewirken.

Anwälte der Hölle
Das apokalyptische Kreuzverhör
mit Ana Marija Milkovic und Leo Fischer

jeden letzten Dienstag im Monat
im Cafe Margarete
Braubachstraße 18-22, Frankfurt
Unkostenbeitrag: sieben bis zehn Euro.

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Die Wiege der deutschen Demokratie – Die Paulskirche in Frankfurt

Es ist kaum einen Monat her, da schaute ganz Deutschland nach Frankfurt. Der Anlass: 25 Jahre deutsche Einheit. Als Teil des Festaktes trugen sich die die Spitzen der Verfassungsorgane ins Goldene Buch der Stadt ein. Dafür wurde nicht irgendein Ort gewählt, nicht der Römer, nicht die Festhalle oder die Alte Oper. Nein, dieser Eintrag fand in der Paulskirche statt. Und genau diese ist Gegenstand des heutigen Beitrags.

An alle Ur-Frankfurter und geschichtlich einigermaßen Gebildeten: Ihr erfahrt hier sicherlich nichts Neues. Aber alle, die wie ich die Mainmetropole gerade erst kennenlernen und die schon immer mehr an der Zukunft als an der Vergangenheit interessiert waren, können hier etwas über einen besonderen Ort Frankfurts und sogar ganz Deutschlands lernen.

Als während der Deutschen Revolution 1848 ein Sitz für das erste gesamtdeutsche Parlament gesucht wurde, bot sich die Paulskirche als größter und modernster Saal Frankfurts an. Dafür wurde die Kirche umgebaut: Wände und Fenster der Kirche wurden mit Fahnen in den neuen Bundesfarben Schwarz-Rot-Gold geschmückt, die Kanzel wurde mit einem Tuch verhüllt, die Orgel durch einen Vorhang verdeckt. Anstelle des Altars wurde der Präsidententisch aufgestellt. Am 18. Mai 1848 trat die Nationalversammlung zum ersten Mal hier zusammen und wurde deshalb auch Paulskirchenparlament genannt.

Am 18. März 1944 brannte die Paulskirche nach einem der Luftangriffe auf Frankfurt am Main aus. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie als erstes historisches Gebäude Frankfurts wiederaufgebaut. Zum hundertsten Gedenktag der Nationalversammlung wurde sie am 18. Mai 1948 als Haus aller Deutschen wiedereröffnet. Seitdem ist sie ein nationales Denkmal und wird für Ausstellungen und öffentliche Veranstaltungen genutzt.

Seit Mitte des 20. Jahrhunderts ist die Paulskirche somit keine Kirche mehr, sondern wird hauptsächlich für Ausstellungen und staatliche oder städtische Veranstaltungen genutzt. Am bekanntesten ist die Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels im Rahmen der jährlichen Frankfurter Buchmesse.

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Stadtteil-Serie Teil 2: Die Frankfurter Nordweststadt

Die Frankfurter Nordweststadt ist ein klassisches Beispiel städtischer Planung. Als Mitte des letzten Jahrhunderts der Wohnraum knapp wurde, entschied man sich für den Bau eines komplett neuen Stadtteils im Nord-Westen (wie der Name schon verrät) zwischen Niederursel, Heddernheim und Praunheim.
Der Plan war, mit der Zusammensetzung der Wohnungstypen der Bevölkerungsstruktur zu entsprechen. Entstanden sind

• 5 Prozent 1-Zimmerwohnungen,
• 20 Prozent 2- Zimmerwohnungen,
• 60 Prozent 3- Zimmerwohnungen und
• 15 Prozent 4- und Mehrzimmerwohnungen.

Zwischen den Häusern ist viel Platz für Licht und Grünes. Es wurden Tiefgaragen gebaut, über denen Grünflächen angelegt wurden. Auch die Infrastruktur ist (soweit ich das beurteilen kann) okay. Das Nordwestzentrum mit Einkaufspassagen, Bürgerhaus und Dingen des täglichen Bedarfs wie Post oder Ärzten ist ganz klar der Mittelpunkt und das Herz der Nordweststadt. Dieses ist sowohl mit einer U-Bahn und Bussen, die direkt im Untergeschoss ankommen, als auch mit PKWs über größere Zubringer gut zu erreichen. Die Anlieger können sicher und bequem über eine der Fußgängerbrücken dahin gelangen.

Was die Planung anbelangt, hat die Stadt hier ihr Ziel erreicht. Alles ist für ein gutes Zusammenleben optimiert. Es gibt zwei Nachteile dieser Planung, die direkt aus dem Entstehungsprozess hervorgehen. Ein Stadtteil entsteht in Normalfall nicht auf dem Reißbrett. Das ist eher ein langwieriger Prozess, der Jahrzehnte oder länger dauert. Entsprechend abwechslungsreich sehen Straßenzüge in historisch gewachsenen Stadtteilen aus. Die Abwechslung, den Mix verschiedener Stile und Qualitäten vermisse ich in der Nordweststadt. Außerdem entsteht so ein Stadtteil, dessen Bevölkerung zu großen Teilen aus Neu-Frankfurtern besteht und der so ganz automatisch weniger Bezug zum Rest der Stadt hat. Wie in den Experimenten mit Ratten, auf deren Rücken Menschenohren gezüchtet werden. Lebendig aber irgendwie seltsam.

Der Vergleich ist zwar ziemlich fies, aber er trifft zumindest im Kern, was ich sagen will.

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Frankfurter Dippemess im Herbst

Die Dippemess in Frankfurt ist ein typischer Jahrmarkt – oder Rummel, wie das in meiner alten Heimat heißt. Losbuden, Süßkram, Krimskrams und Fahrgeschäfte, alles da, was man braucht. Naja, Festzelt und Riesenrad sind wohl in diesem Jahr nicht mit dabei.

Auch bei etwas regnerischem Wetter war gestern Abend viel los, Familien mit Kindern, Pubertiere in Rudeln und verliebte Pärchen in alle möglichen Konstellationen. Viel mehr gibt es über die Dippemess aus meiner Sicht auch nicht zu sagen. Eine nette Zerstreuung zwischendurch, die man gerne mal mitnehmen kann, wenn man gerade sowieso in der Gegend ist.

Die Dippemess findet noch bis zum 21. September statt, dann beendet ein Feuerwerk den Jahrmarkt.

Wo?
Festplatz am Ratsweg, 60385 Frankfurt am Main

Wie kommt man hin? Am besten mit der U7 bis zur Eissporthalle.

Wann? 11. – 21. September 2015

Öffnungszeiten
Montag bis Donnerstag      14.00 Uhr – 23.00 Uhr
Freitag und Samstag              14.00 Uhr – 24.00 Uhr
Sonntag                                          12.00 Uhr – 23.00 Uhr

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Frankfurt gestalten

Mittlerweile bin ich angekomen. Frankfurt ist nicht mehr nur Wohnort, sondern zu Hause. Je mehr ich mich hier einlebe, desto mehr möchte ich auch bei der Gestaltung mitbestimmen. Bin ich für einen neuen Stadtteil zwischen Niedererlenbach und Niedereschbach zur Bekämpfung der Wohnungsnot? Oder sollte dieses Gebiet der Naherholung und der Versorgung Frankfurts mit regionalen Gemüse dienen? Wo brauchen wir mehr Radwege? Erfüllt das ÖPNV-Netz die Anforderungen? Fragen über Fragen, zu denen ich nach und nach einen eigenen Standpunkt entwickle. Dass ich auf einige dieser Punkte Einfluss haben kann, ist mir inzwischen sehr wichtig geworden. Dabei bin ich auf verschiedene Möglichkeiten zur politischen und gesellschaftlichen Beteiligung gestoßen.

Frankfurt fragt mich

Seit einigen Monaten ist das Bürgerbeteiligungsportal „Frankfurt fragt mich“ unter www.ffm.de online. Auf dem Portal können die Frankfurter an verschiedenen städtischen Beteiligungsverfahren und den Online-Bürgersprechstunden der Magistratsmitglieder teilnehmen. Oder man kann auch der Stadtverwaltung Mängel an der Infrastruktur melden, wie zum Beispiel Schlaglöcher oder kaputte Straßenlaternen. Dabei wird auch immer der aktuelle Bearbeitungsstand angezeigt. Außerdem wurde auch die Ideenplattform integriert, auf der man Vorschläge an die Stadtverwaltung richten kann. Das ist meiner Meinung nach ein gutes Beispiel, wie man mit modernen Technologien mehr Transparenz und Beteiligungsmöglichkeiten in der Verwaltung schaffen kann.

www.ffm.de
www.ffm.de

Parlis – Das PARLamentsInformationsSystem

Wer sich direkt über die verschiedenen Themen, Tagesordnungen und Beschlüsse der Stadtpolitik, Stadtverordnetenversammlung und Ortsbeiräte informieren möchte, kann das am besten über das Portal Parlis. Dort macht die Stadt die politischen Entscheidungen für jeden transparent.

http://www.stvv.frankfurt.de/parlis2/parlis.html
http://www.stvv.frankfurt.de/parlis2/parlis.html

Lokales Engagement in den Parteien

(Fast) jede größere Partei hat auch eine Gruppe vor Ort in den Stadtteilen, an die man sich wenden kann, oder in die man eintreten kann. Besprochen werden dort Themen, die direkt vor der Haustür liegen, die euch also unmittelbar betreffen. Zum Beispiel Rad- und Fußwege, Spielplätze und verkehrsberuhigte Zonen. Natürlich hat sich jede Partei einen eigenen Namen für die Ortsgruppen einfallen lassen.

Grüne Stadtteilgruppen http://www.gruene-partei-frankfurt.de/ueber-uns/stadtteilgruppen/

SPD Ortsvereine http://www.spd-frankfurt.de/html/21482/welcome/Ortsvereine.html

CDU Stadtbezirksverbände http://www.cduffm.de/2_31_Die-Frankfurter-CDU_Stadtbezirksverbaende.html

FDP Ortsgemeinschaften http://www.fdp-frankfurt.de/FDP-in-den-Stadtteilen/9155b2458/index.html

(Nur bei den Linken habe ich keine Infos dazu gefunden. Falls ihr so eine Seite der Partei findet, ich bin für jeden Hinweis dankbar.)

Nachtrag:

Stadtkindfrankfurt hat mich auf frankfurt-gestalten.de aufmerksam gemacht. Das ist ein Beteiligungs- und Informationsportal von und für Frankfurter Büger.  Das Portal ist übersichtlich und benutzerfreundlich, man kann die Initiativen nach Stadtteilen filtern. Besonders gut finde ich außerdem, dass die Infos aus dem eher umständlichen Parlis aufbereitet werden.

Frankfurt gestalten - Bürger machen Stadt - www.frankfurt-gestalten.de
Frankfurt gestalten – Bürger machen Stadt – www.frankfurt-gestalten.de
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Ausflug in die alte Heimat – IBUg

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Aus zweiter Hand

Auf der Frankfurter Einkaufsmeile „Zeil“ reiht sich ein schicker Konsumtempel an den nächsten. Glitzer, Glamour, Eitelkeit. Neben den Luxusläden für die Schickeria ziehen Primark und H&M ganze Schulklassen modevernarrter Teenies an, die jeden Monat einem neuen Trend nachjagen. Einkaufen ist ein Horror: Es ist voll, eng, die Musik ist doof, es ist zu warm, zu kalt, ich bin zu fett und zu arm. Das allerschlimmste am Einkaufen ist aber, dass nichts von Dauer ist. Vieles ist dafür gemacht, uns schnellstmöglich wieder in den Laden zurückzuholen. Das ist nicht dumm, aber ich habe darauf keine Lust und ich finde das unvernünftig.

Welche Möglichkeiten gibt es also, das Notwendige auf nachhaltigere Weise zu besorgen? Der Trend „Nachhaltigkeit“ hat schließlich gerade Hochkonjunktur. Nettes Paradoxon. Ich gehe also davon aus, dass dieses Thema nicht nur für mich spannend ist. Darum werde ich jetzt von ein paar Beispielen für nette Second-Hand-Läden in Frankfurt berichten. Diese decken eine große Bandbreite an Shoppinggelüsten ab:

Hochwertig und Exklusiv: Epiphani und Aschenputtel

Epiphany

Echte, authentische Vintage-Klamotten findet man bei Epiphany. Die Besitzerin verkauft nicht nur Originale aus allen Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts, sie bloggt auch darüber. In Ihr Laden ist eine Zeitmaschine durch die verschiedenen Modestile. Aktuelle Designermode, Petticoats oder Plateau-Schuhe, hier gibt es eigentlich fast alles.

Aschenputtel

Foto: Aschenputtel

Das Aschenputtel ist eine Boutique mit hochwertigen Edel-Marken wie Boss, Chanel oder Gucci. Nichts im Sortiment ist älter als zwei Jahre. Man kann hier also hochwertige Teile zu einem Bruchteil des Neu-Preises bekommen. Das ist natürlich von günstig immer noch weit entfernt, aber im Einzelfall eine Überlegung wert.

Mittelpreisig und alltagstauglich: Primavera und Outflip

Primavera

Im Laden Primavera wird man direkt von der freundlichen Inhaberin begrüßt, die mit einer Mischung aus Englisch und Deutsch berät und gerne mit den Kundinnen plaudert. Die angebotene Secondhand-Mode liefert einen Querschnitt durch alle Stile, vom eleganten Cocktailkleid bis zur modischen Jeans. Wenn du etwas für die nächste Hochzeit oder ein wichtiges Job-Meeting suchst, stehen die Chancen gut, hier fündig zu werden.

Outflip

Den Laden namens Outflip gibt es schon seit 1990. Das Angebot an gut erhaltener Secondhand-Kleidung für Männer und Frauen ist groß und vielseitig. An Marken findest du hier zuweilen Levis, G-Star, Miss Sixty, Boss, GAP, H+M, Mexx, Polo oder S. Oliver. Auch Outdoor-Fans kommen hier auf ihre Kosten, hier gibt es auch Klettersport- und Hundezubehör.

Besondere Second-Hand-Konzepte

Raus aus dem Keller

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Die Idee des Ladens: Praktisch jeder kann sich für einen bestimmten Zeitraum ein Regal zu einem Festpreis mieten und dort seine Sachen zu einem selbst gewählten Preis anbieten. Das Geschäft ist somit der Vermittler für die angebotene Ware. Verkaufen kann man hier alles – von Klamotten, DVDs, Möbel, Haushaltswaren, Bilder und was sonst noch im Keller schlummert. Darum mach das Stöbern dort auch so viel Spaß – man entdeckt immer etwas Unerwartetes.

Vor einige Wochen hatte ich mit dem Inhaber von Raus-aus-dem-Keller, Peter Hofmann, gesprochen.

Oxfam

Foto: Oxfam, Kristof Lemp

Oxfam Shops wie in Sachsenhausen sind gemeinnützige Secondhand-Läden. Sämtliche Waren werden gespendet und von ehrenamtlichen Mitarbeitern sortiert, ausgepreist und verkauft. Im Fashion-Shop in Sachsenhausen gibt es Klamotten für Erwachsene; entweder praktisch, sportlich oder elegant, außerdem Accessoires und Schmuck. Mit den Erträgen der Oxfam Shops werden ein großer Teil der Nothilfe- und Entwicklungsprojekte sowie ein Teil der Kampagnenarbeit des Oxfam Deutschland e.V. finanziert.

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Zeil oder nicht Zeil

Drei Gründe, Frankfurts bekannteste Einkaufsstraße zu lieben oder zu hassen

Über die Zeil kann man denken, was man mag. Aber eines ist sicher: Die Einkaufsmeile gehört ebenso zu Frankfurt wie Apfelwein und grüne Soße. Als immervolle Shoppingmeile polarisiert sie Einheimische und Touristen. Dabei gibt es drei Hauptgründe, die Zeil zu lieben oder zu hassen.

1. Einkaufen

Pro: Von Low-Budget Einweg-Klamotten über mittelpreisige Ware bis hin zu High-Class Luxus-Scheiß finden hier so ziemlich alle Bevölkerungsschichten etwas Passendes, ob schäbiger Student, gemeines Arbeitstier oder Berufstochter.

Kontra: Primark, gefühlte Tausend H&M, My Zeil, Zeil Galerie.

2. Menschen

Pro: Hier kommen alle vorstellbaren und unvorstellbaren humanoiden Wesen zusammen, um ihrem Shopping-Jagdtrieb zu frönen und um sich gegenseitig zu begaffen. Vielfalt ist hier Programm. Eine Prise Fantasie gefällig? Dann bist du hier richtig.

Kontra: Menschenmassen walzen durch die Läden, so effizient und schnell wie am vierten Advent auf dem Dresdner Chistkindlmarkt. Immer steht jemand im Weg, latscht einen vor den Füßen rum oder rammt einen von der Seite.

3. Action

Pro: Jedes Wochenende ist hier etwas los. Christopher Street Day, Street Food Festival, ein Halb-Viertel- oder Achtelmarathon, eine Demo für oder gegen etwas, mindestens aber der Wochenmarkt. Die Straße zwischen Konstabler Wache und Hauptwache ist eine sichere Anlaufstelle für Action am Wochenende.

Kontra: Am Wochenende einfach nur Einkaufen gehen? Forget it! Von verschwitzen, durchtrainierten Iron-Man-Athlethen ungestört die Currywurst bei Zeil 51 genießen? Unmöglich!

Fazit: Wie schon Vanilla Ice treffend formulierte: Love it or leave it.

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